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		<title>Vom Navi in die Irre geführt</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 23:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[gps]]></category>
		<category><![CDATA[navi]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Es gibt ja einige technologische Errungenschaften, ohne die man sich kein Alltagsleben mehr vorstellen kann. Für viele gehört mittlerweile die GPS-Navigation dazu. Spätestens seit sie zum Repertoire der allermeisten Smartphones gehört, wird sie von vielen beinahe täglich genutzt. Es ist schließlich bequem, sich mit Hilfe eines elektronischen Geräts von A nach B lotsen zu lassen. [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2012/03/vom-navi-in-die-irre-gefuhrt/">Vom Navi in die Irre geführt</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja einige technologische Errungenschaften, ohne die man sich kein Alltagsleben mehr vorstellen kann. Für viele gehört mittlerweile die GPS-Navigation dazu. Spätestens seit sie zum Repertoire der allermeisten Smartphones gehört, wird sie von vielen beinahe täglich genutzt.</p>
<p>Es ist schließlich bequem, sich mit Hilfe eines elektronischen Geräts von A nach B lotsen zu lassen. War man vor 15 &#8211; 20 Jahren gezwungen eine unbekannte Strecke zurückzulegen, hatte man keine andere Wahl als vorab Kartenmaterial zu studieren und/oder sich an der Beschilderung von Straßen und Wegen zu orientieren. Auf jeden Fall war eine gewisse Gedächtnisleistung zu erbringen, um das Ziel zu erreichen. Diese Leistung wird uns heute durch die zahlreichen Navigationslösungen weitgehend abgenommen.</p>
<p><span id="more-131"></span>Doch ich halte es nicht für sinnvoll, sich insbesondere bei Autofahrten vollkommen auf sein Navi zu verlassen, so wie es von vielen Zeitgenossen mittlerweile gehandhabt wird. Selbst für Strecken, die man bereits mehrfach zurückgelegt hat, wird &#8220;sicherheitshalber&#8221; vorher das Navi programmiert. Warum sollte man sich auch einen Weg merken, wenn es technische Hilfsmittel gibt, die einem das Denken abnehmen können? Genau hier liegt mein Haupt-Kritikpunkt. Denn erstens macht man sich hierdurch abhängig von technischen Geräten und verliert eventuell die Fähigkeit, sich ohne diese in fremden Umgebungen zu orientieren. Und zweitens gibt es meines Wissens keine Navigationslösung, die absolut fehlerfrei arbeitet.</p>
<p>Eines der großen Probleme von Navigations-Software (unabhängig von der Plattform bzw. dem Gerät, auf dem sie ausgeführt wird) ist die Aktualität der Daten. Für eine zuverlässige Routenplanung ist ein möglichst genaues Abbild des realen Zustands der Straßen und Wege nötig. Doch dieser Zustand ändert sich natürlich laufend. Neue Straßen, Kreisverkehre usw. werden gebaut, Verkehrsführungen geändert und Schilder hinzugefügt, entfernt oder geändert. Hinzu kommen vorübergehende Sperrungen oder Umleitungen aufgrund von Baustellen. Die Anbieter von Navigationslösungen versuchen ihr Bestes, um möglichst all diese Faktoren in ihren Produkten zu berücksichtigen. Doch in vielen Fällen erfolgen keine automatischen Updates, um die Aktualität des Kartenmaterials sicherzustellen. Bei vielen Navigationsgeräten liegt es in der Verantwortung des Anwenders, solche Updates manuell durchzuführen. Und nicht immer sind sie kostenlos verfügbar&#8230; Insbesondere wenn man ein etwas älteres Modell besitzt.</p>
<p>Veraltetes Kartenmaterial kann zu unliebsamen Situationen führen und durchaus zeitraubend sein. Schon oft habe ich es erlebt, dass man vom Navi über verkehrsberuhigte Straßen innerhalb von Ortschaften geführt wurde, während es eigentlich Umgehungsstraßen gab, über die sich die selbe Strecke in einem Bruchteil der Zeit hätte zurücklegen lassen&#8230; Und die aus eben diesem Zweck errichtet worden waren, sowie um die Ortsbevölkerung von Durchgangsverkehr zu verschonen.</p>
<p>Das bisher extremste Erlebnis in diesem Zusammenhang hatte ich vor ein paar Tagen, als auf der Fahrt vom Rhein-Main-Gebiet in den Ruhrpott das verwendete Navi (Hersteller: <a href="http://www.navigon.com/portal/de/index.html" target="_blank">Navigon</a>) aus nicht nachvollziehbaren Gründen das Verlassen der A3 an der Ausfahrt Leverkusen Zentrum anordnete, um nach einer kleinen Odyssee durch die Innenstadt von Leverkusen wieder zurück auf die A3 zu lotsen. Eine plausible Erklärung für diesen vollkommen unsinnigen Umweg, der etwa 20 Minuten zusätzliche Zeit kostete, ist mir noch nicht eingefallen.</p>
<p>Ebenfalls ärgerlich fand ich es, als mich vor kurzem die Navi-App von <a href="http://www.sygic.com/" target="_blank">Sygic</a> in eine Endlosschleife schicken wollte, indem sie mich immer wieder zwischen zwei Kreuzungen hin und her fahren ließ. Erst als ich bei der dritten Wiederholung einfach mutwillig &#8220;falsch&#8221; fuhr, änderten sich die Anweisungen und ich konnte das geplante Ziel erreichen.</p>
<p>Von der Möglichkeit, Zwischenziele auf der Route zu definieren, werde ich in Zukunft nur noch ausnahmsweise Gebrauch machen. Denn wie sich herausgestellt hat, kann dies sehr nervig werden. Da ich in einem Fall die genauen Koordinaten des Zwischenziels nicht überfahren hatte sondern eine Straße eher abgebogen war, versuchte die Navi-App bis zum Erreichen des eigentlichen Zielorts die ganze Zeit über krampfhaft, mich zurück zum Zwischenziel zu lotsen (&#8220;bitte links abbiegen&#8221;, &#8220;bitte rechts abbiegen&#8221;, &#8220;bitte wenden&#8221; in unerträglicher Penetranz).</p>
<p>Amüsant finde ich das teilweise beschränkte Vokabular der Sprachausgabe. Für die in vielen Innenstädten vorhandenen U-Turn-Möglichkeiten, über die man die Fahrtrichtung auf einer Straße wechseln kann, gibt es in der eben erwähnten Navi-App lediglich die Formulierung &#8220;wenn möglich bitte wenden&#8221;, die unter Umständen den Eindruck erwecken kann, man sei falsch gefahren. Bei einem anderen Navi mit Text-to-Speech-Sprachausgabe (Hersteller: <a href="http://www.medion.com/de/" target="_blank">Medion</a>) wurde ich sogar Zeuge eines Sprachfehlers. Die nette Frauenstimme sagte statt &#8220;Straße&#8221; stets &#8220;Strass&#8221;. Und aus der britischen Autobahn M2 wurde &#8220;Quadratmeter&#8221;, was zunächst irritierend danach aber ziemlich erheiternd war.</p>
<p>Zusammenfassend kann ich jedem Navi-Besitzer nahe legen, sich nicht allzu sehr auf sein elektronisches Spielzeug zu verlassen. Denn egal wie neu oder wie teuer das Gerät (bzw. die App) auch ist &#8211; eine Garantie für problemloses Ankommen auf dem schnellsten, kürzesten oder ökonomischsten Weg hat man damit nicht!</p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2012/03/vom-navi-in-die-irre-gefuhrt/">Vom Navi in die Irre geführt</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fernsehen heute: Kabelsalat, Breitmäuler, schwarze Rahmen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 20:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[fernseher]]></category>
		<category><![CDATA[tv]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Fernsehen ist kompliziert geworden. Früher genügte es noch, Strom- und Antennenkabel einzustöpseln, das Gerät anzuschalten und einen Sendersuchlauf zu starten, um sich ins TV-Vergnügen stürzen zu können. Doch so einfach ist es nicht mehr&#8230; vorausgesetzt man hat die Entwicklung des High-Tech-Markts nicht verschlafen. Es beginnt schon damit, dass ein Fernsehgerät allein in vielen Fällen gar [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/11/fernsehen-heute-kabelsalat-breitmauler-schwarze-rahmen/">Fernsehen heute: Kabelsalat, Breitmäuler, schwarze Rahmen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fernsehen ist kompliziert geworden. Früher genügte es noch, Strom- und Antennenkabel einzustöpseln, das Gerät anzuschalten und einen Sendersuchlauf zu starten, um sich ins TV-Vergnügen stürzen zu können. Doch so einfach ist es nicht mehr&#8230; vorausgesetzt man hat die Entwicklung des High-Tech-Markts nicht verschlafen.</p>
<p>Es beginnt schon damit, dass ein Fernsehgerät allein in vielen Fällen gar nicht mehr ausreicht, um fernsehen zu können. Den Nutzern von Satelliten-TV ist dieses &#8220;Problem&#8221; schon seit langer Zeit bekannt, doch mittlerweile kommt kaum ein Haushalt mehr um diese famosen Set-Top-Boxen herum, die einen Fernsehempfang überhaupt erst ermöglichen. Hierdurch wird nicht nur die Anzahl der benötigten Kabel und Steckdosen (und damit natürlich auch der Stromverbrauch) vervielfacht, sondern auch die Zeit, die für die Einstellung der Geräte drauf geht.</p>
<p><span id="more-127"></span>Eine große Hürde ist für viele die Wahl des richtigen Bildformats. Seit vor ein paar Jahren Bildschirme im 16:9 Breitwand-Format den Massenmarkt erobert haben, kommt es nicht selten zu Fehleinstellungen, die den Fernsehspaß mächtig trüben können. Im Repertoire der Sender befindet sich nach wie vor eine große Menge Material, das im 4:3-Format produziert ist. Wer noch alte Geräte im Einsatz hat, kann sich solche Sendungen unverfälscht anschauen und erhält bei Breitwand-Ausstrahlungen lediglich schwarze Balken ober- und unterhalb des Bildes. Doch wenn man einen der neuen Fernseher sein Eigen nennt, wird es kompliziert&#8230; und man hat in manchen Fällen noch nicht einmal die Chance selbst korrekte Bildeinstellungen vorzunehmen.</p>
<p>Jeder moderne Fernseher erkennt anhand des empfangenen Signals, in welchem Format die laufende Sendung ausgestrahlt wird. Und je nach gewählter Einstellung werden 4:3-Ausstrahlungen vom Gerät selbst an dessen breiteren Bildschirm angepasst. Genau diese Einstellung ist der Knackpunkt! Aus welchem Grund auch immer sind die meisten (oder sogar alle?) Breitwand-TV-Geräte standardmäßig so eingerichtet, dass sie das wiedergegebene Bild auf die komplette Bildschirmfläche dehnen. Wird ein originales Seitenverhältnis von 4:3 in einen 16:9-Rahmen gepresst, verändern sich die Bildproportionen ziemlich drastisch. Alles wird in die Breite gezogen, was sich besonders bei Gesichtern stark verfremdend auswirkt. Sie wirken in etwa so als wären sie in eine Schraubzwinge geraten und von dieser zusammen gedrückt worden. Dass viele Leute sich Stunden lang Sendungen in diesem zermatschten Zustand ansehen, kann ich nicht verstehen. Mir gehen die ganzen Breitmäuler schon nach wenigen Minuten total auf den Keks!</p>
<p>Eine proportional korrekte Einstellung passt das 4:3-Bild von seiner Höhe ausgehend in den 16:9-Rahmen ein. Hierbei entstehen links und rechts breite schwarze Balken, die offenbar von vielen als störend empfunden werden. Und trotzdem wird nur auf diese Art das vollständige Bild unverfälscht wiedergegeben. Punkt.</p>
<p>Viel schlimmer ist es aber, wenn Sender es nicht fertig bringen ein korrektes 16:9-Signal auszustrahlen. Es kommt immer noch vor, dass Sendungen (besonders Kinofilme), die im Breitwand-Format produziert sind, im 4:3-Format mit hinzugefügten schwarzen Balken oben und unten ausgestrahlt werden. Auf einem modernen (breiten) Fernseher sieht dies ganz grauenhaft aus! Bei der eben beschriebenen korrekten Einstellung sieht man einen dicken schwarzen Rahmen um das gesamte Bild herum, bei der Standard-Einstellung extrem breite schwarze Balken oben und unten in Verbindung mit dem schon beschriebenen Breitmaul-Effekt. Für diese fehlerhaften Ausstrahlungen gibt es wahrscheinlich in keinem Gerät eine Einstellmöglichkeit, mit der sich die jeweilige Sendung unverfälscht ansehen lässt. Um den dicken Rahmen zu vermeiden bleibt nur das Zoomen des Bildes, wobei hier in der Regel Bereiche am Rand abgeschnitten werden.</p>
<p>Irgendwann wird vielleicht eine Zeit kommen, in der es keine Fernseher und TV-Sendungen mehr im 4:3-Format gibt und sich die beschriebenen Probleme praktisch von selbst erledigt haben. Doch wer weiß, ob sich bis dahin nicht schon wieder ein anderer Standard etabliert hat, der neue Probleme mit sich bringt&#8230;</p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/11/fernsehen-heute-kabelsalat-breitmauler-schwarze-rahmen/">Fernsehen heute: Kabelsalat, Breitmäuler, schwarze Rahmen</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Inflation der Freundschaften</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 10:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Hierüber ließe sich wohl endlos philosophieren, und die Meinungen gehen vermutlich ziemlich weit auseinander. Doch ich möchte mich dem Thema jetzt einmal widmen und einige Sätze dazu loslassen, da es mich gerade in letzter Zeit ziemlich intensiv beschäftigt hat. Das Web 2.0 und soziale Netzwerke haben viele Bereicherungen in unser Leben gebracht. Wie man aber [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/10/die-inflation-der-freundschaften/">Die Inflation der Freundschaften</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hierüber ließe sich wohl endlos philosophieren, und die Meinungen gehen vermutlich ziemlich weit auseinander. Doch ich möchte mich dem Thema jetzt einmal widmen und einige Sätze dazu loslassen, da es mich gerade in letzter Zeit ziemlich intensiv beschäftigt hat.</p>
<p>Das <em>Web 2.0</em> und soziale Netzwerke haben viele Bereicherungen in unser Leben gebracht. Wie man aber weiß, ist nicht alles Gold was glänzt&#8230; und das gilt auch hier! Gerade der Begriff Freundschaft ist in den letzten Jahren immer unklarer geworden. Während viele Menschen (mich inbegriffen) nach wie vor nur Personen, mit denen sie ein enges und vertrautes Verhältnis haben, als Freunde sehen, definiert Facebook jedes Element der persönlichen Kontaktliste als Freund. Das Feld dazwischen ist natürlich weit, <strong>und daher sagt der Umfang eines Freundeskreises im Grunde gar nichts mehr über das tatsächliche Verhältnis zwischen Menschen aus.</strong></p>
<p><span id="more-122"></span>Geht man von der eben genannten Facebook-Definition aus, kann jeder von uns einen riesigen Freundeskreis haben. Es ist ja in vielen Fällen nicht einmal mehr nötig jemanden zu kennen, um mit ihm oder ihr auf diese Weise &#8220;befreundet&#8221; zu sein! Wer einfach wahllos an irgendwelche fremden Personen Kontaktanfragen versendet, wird feststellen dass ein recht großer Teil davon angenommen wird. Und das Anlegen mehrerer Online-Profile zu einer Person &#8211; oder das Erschaffen rein virtueller Personen &#8211; in einem Netzwerk ist zwar von den Betreibern nicht erwünscht aber in der Realität kein großes Problem.</p>
<p>Lange Zeit kümmerte die Diskrepanz zwischen Online-Kontakten und realen Freundschaften die sozialen Netzwerke gar nicht. Alles wurde in einen großen Topf geworfen &#8211; es gab quasi nur die Unterscheidung zwischen befreundet und nicht befreundet. Es wurde immer wieder versucht, durch Kategorisierungen eine Möglichkeit zum Ordnen der Kontakte zu bieten. Doch viele Leute machen sich nicht die Mühe, ihre Freunde und Bekannten von Hand zu &#8220;taggen&#8221; oder zu &#8220;labeln&#8221;. Erst mit der Einführung der <em>Kreise</em> in <a href="https://plus.google.com/" target="_blank">Google+</a> (deren Verwendung praktisch verpflichtend ist), wurde das Thema konkret angegangen. Facebook legte mit seinen intelligenten Listen nach, um den faulen Nutzern das Kategorisieren zumindest teilweise abzunehmen. Doch ist das Problem der Freundschafts-Inflation damit gelöst oder zumindest entschärft?</p>
<p>Ich denke nicht.<strong> Denn der eigentliche Knackpunkt liegt meiner Meinung nach woanders&#8230; und zwar nicht erst seit dem Aufkommen von sozialen Netzwerken.</strong> Wie fand man seinerzeit Freunde, als es noch kein für jeden nutzbares Internet gab? Vermutlich größtenteils durch physische Interaktion, wie ich es mal nennen möchte. Um andere Menschen kennenzulernen, musste man ihnen persönlich begegnen. Das Finden neuer Freunde geschah über den Beruf, Hobbys und alle Aktivitäten, bei denen man physisch mit anderen Personen interagiert. Einen großen Freundeskreis hatten demnach nur diejenigen, die sich im Alltag häufig mit unterschiedlichen Menschen umgaben. Einen weit verstreuten Freundeskreis nur diejenigen, die häufig reisten oder den Wohnort wechselten. Beides ist heute praktisch für jeden ohne diese Voraussetzungen möglich.</p>
<p>Während sich in der Zeit vor dem Internet die Auswahl potenzieller Freunde weitgehend auf die Menschen beschränkte, denen man schon persönlich begegnet war (mit Ausnahme von Sonderfällen wie Brieffreunden und Ähnlichem), ist die Auswahl heute sozusagen unbegrenzt. <strong>Wenn ich es möchte, kann ich fast jede Person mit Internetzugang zu meinem Online-Freund machen.</strong> Was sich leider fast unmittelbar auf den Stellenwert bzw. die persönliche Wichtigkeit von Freunden auswirkt. Da die Auswahl extrem groß ist, gerät man in die Lage seine Freunde wechseln zu können wie Kleidungsstücke! Was nicht oft (oder vielleicht zu oft) &#8220;verwendet&#8221; wurde wird aussortiert, und man schaut sich nach etwas Neuem um. Es existiert meist ein überschaubarer Kreis <em>enger Freunde</em> (ein weiterer Facebook-Begriff), der im großen und ganzen beständig ist, doch der moderne Online-Nutzer ist in der Tat dazu übergegangen Freundschaften generell sehr locker zu handhaben. Er nimmt sich das was ihm gerade gefällt, kostet es so lange aus bis es ihm gleichgültig geworden ist und legt es dann wieder weg. <strong>Gefühle wie Sympathie und Zuneigung für bestimmte Personen bleiben nur sehr selten über längere Zeit bestehen.</strong></p>
<p>Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen dass ich der Einzige bin, der sich hieran manchmal stört und verletzt fühlt. Ich möchte allerdings nicht zu sehr motzen oder gar den Stellenwert von Freundschaften vor dem Internet-Zeitalter wieder zurück holen. Der Zeitgeist wandelt sich nun mal&#8230; Statt zu versuchen an vergangenen Werten und Einstellungen festzuhalten, tut man wesentlich besser daran sich anzupassen und notfalls Kompromisse einzugehen, auch wenn das manchmal ein mühsamer Prozess ist. Trotzdem beneide ich diejenigen, die einen beständigen Kreis enger Freunde haben, denn solche zu finden ist schwieriger denn je.</p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/10/die-inflation-der-freundschaften/">Die Inflation der Freundschaften</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Radwege in Rheinland-Pfalz und anderswo</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 20:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Als Radfahrer ist man nicht überall in Deutschland gleich gut unterwegs&#8230; An sich nix Neues, aber die Unterschiede sind schon ziemlich gravierend. Und ich meine jetzt nicht die Unterschiede zwischen Stadt und Land! Mir ist aufgefallen, dass je nach Region bzw. Bundesland die Anzahl und Qualität der Radwege ziemlich stark variieren. Auch die Art der [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/10/radwege-in-rheinland-pfalz-und-anderswo/">Radwege in Rheinland-Pfalz und anderswo</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Radfahrer ist man nicht überall in Deutschland gleich gut unterwegs&#8230; An sich nix Neues, aber die Unterschiede sind schon ziemlich gravierend. Und ich meine jetzt nicht die Unterschiede zwischen Stadt und Land! Mir ist aufgefallen, dass je nach Region bzw. Bundesland die Anzahl und Qualität der Radwege ziemlich stark variieren. Auch die Art der Beschilderung ist nicht überall gleich. Während in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich rote Schrift und Symbole verwendet werden, sind sie in Rheinland-Pfalz und in Hessen grün.</p>
<p><span id="more-114"></span>Doch das sind ja eher nebensächliche Aspekte. Was sich direkt auf den Spaßfaktor einer Radtour auswirkt ist die Beschaffenheit und Führung der Wege. Und hier bietet Rheinland-Pfalz im Vergleich zu den benachbarten Bundesländern ein negatives Beispiel. Natürlich gibt es auch dort positive Ausnahmen und andernorts negative, doch der Gesamteindruck hat mich zu einer Theorie gebracht: Während in anderen Bundesländern Radwege oft komplett neu angelegt werden, versucht man in Rheinland-Pfalz, so weit es möglich ist bereits vorhandene Wege als Radwege auszuweisen und die Routen über diese zu führen.</p>
<p>Es existiert ein länderübergreifendes Netz von Fernradwegen. Ich vermute, dass für diese lediglich bestimmte Wegpunkte vorgegeben sind und die Führung der Routen zwischen diesen Punkten den jeweiligen Ländern oder Kommunen überlassen ist. Heute stellte ich fest, dass in Hessen hierfür richtig großer Aufwand getrieben wird! Der Radweg R6 wird derzeit zwischen Ginsheim und Riedstadt komplett neu angelegt. Es wurde dazu ein Damm aufgeschüttet, über den der Radweg geführt wird. Zusätzlich wird neben dem Damm ein neuer asphaltierter Weg angelegt. Da dieser schon zum größten Teil fertig gestellt ist, konnte ich ihn heute &#8220;testen&#8221; und muss sagen, dass er sehr komfortabel zu befahren ist.</p>
<p>In Rheinland-Pfalz sieht das irgendwie anders aus&#8230; Hier versucht man offenbar, wo es geht zu sparen und legt Radwege nur dann neu an, wenn es sich gar nicht anders lösen lässt oder wenn ohnehin neue Straßen oder Wege für andere Zwecke erschlossen werden. Ansonsten ist der Zustand der für Radfahrer vorgesehenen Wege insbesondere außerhalb der Städte oft ziemlich miserabel, die Routenführung wirr und die Beschilderung unzureichend oder irreführend. Eigens für Radfahrer angelegte Wege findet man nur sehr selten. Meist sind es stillgelegte Straßen oder Wirtschaftswege, die für Fahrräder freigegeben werden, oder man &#8220;teilt&#8221; sich den Weg mit Kraftfahrzeugen oder Fußgängern. Selbst Fernradwege verlaufen in Rheinland-Pfalz allzu häufig streckenweise auf Straßen oder Fußwegen.</p>
<p>Auch die Beschaffenheit des Untergrunds, auf dem man radelt, spielt gerade bei Touren eine wichtige Rolle. Auf Asphalt fährt es sich natürlich am angenehmsten, doch auch glatte Pflastersteine oder feiner Schotter sind in Ordnung. Absolut tabu für Radrouten sollten Kopfsteinpflaster, grober Schotter oder Kies, Wiese und Sand sein. Was nicht heißt, dass selbst offizielle Routen diese Tabus nicht brechen. Leider sind die Planer für Radwege bei Ländern und Kommunen offenbar nicht immer Radfahrer. Ist ein Weg vorhanden, der für eine Radroute genutzt werden kann, wird seine Beschaffenheit wohl nur selten geprüft. Und so stößt man als Radfahrer immer wieder auf Strecken, bei denen man nur den Kopf schütteln kann&#8230; so wie auf dem Bild unten.</p>
<div id="attachment_115" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://motzorama.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_20111003_180802.jpg"><img class="size-full wp-image-115" title="R6" src="http://motzorama.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_20111003_180802.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Radweg R6 bei Riedstadt-Erfelden (Hessen)</p></div>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/10/radwege-in-rheinland-pfalz-und-anderswo/">Radwege in Rheinland-Pfalz und anderswo</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Deutsche Bahn: Die Sparpreis-Falle</title>
		<link>http://motzorama.de/2011/09/deutsche-bahn-die-sparpreis-falle/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 20:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Vor ein paar Jahren wurden mit dem neuen Preissystem bei der Bahn die &#8220;Sparpreise&#8221; eingeführt &#8211; im Prinzip eine echte Neuerung. Und erst seitdem ist es für Nicht-Besitzer einer BahnCard theoretisch möglich, für beliebige Zugverbindungen zu beliebigen Uhrzeiten &#8211; unabhängig von sonstigen Sonderangeboten mit strikten Bedingungen &#8211; einen Rabatt auf den Fahrpreis zu erhalten. Doch [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/09/deutsche-bahn-die-sparpreis-falle/">Deutsche Bahn: Die Sparpreis-Falle</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Jahren wurden mit dem neuen Preissystem bei der Bahn die &#8220;Sparpreise&#8221; eingeführt &#8211; im Prinzip eine echte Neuerung. Und erst seitdem ist es für Nicht-Besitzer einer BahnCard theoretisch möglich, für beliebige Zugverbindungen zu beliebigen Uhrzeiten &#8211; unabhängig von sonstigen Sonderangeboten mit strikten Bedingungen &#8211; einen Rabatt auf den Fahrpreis zu erhalten. Doch die Bahn wäre nicht die Bahn, wenn es hier keine undurchsichtigen Konditionen und Kostenfallen gäbe. Je nach Umständen zahlt man bei Nutzung eines Sparpreises sogar mehr für eine Zugfahrt als beim Kauf eines Tickets zum &#8220;Normalpreis&#8221;.</p>
<p><span id="more-99"></span>Aus Sicht des Fahrgasts ist das größte Manko des Sparpreis-Angebots der Bahn die &#8220;Zugbindung&#8221;. Im Klartext: Man legt sich beim Kauf des Fahrscheins auf die Nutzung ganz bestimmter Züge fest, die auf dem Ticket aufgeführt sind. Für den Bahn-Konzern liegt gerade hier eine zusätzliche Einnahmequelle. Der Fahrgast verliert genau genommen seine zeitliche Flexibilität, und möchte er nachträglich etwas an einem Sparpreis-Ticket ändern lassen oder es stornieren, werden hierfür hohe Gebühren verlangt. Dass aus Sicht der Bahn die &#8220;Rabatt-Verluste&#8221; durch  genau diese Gebühren wieder kompensiert werden, ist ziemlich einleuchtend. Der günstigere Ticketpreis wird quasi mit strengen und teilweise wirren Bedingungen &#8220;bezahlt&#8221;. Zudem wird schon nach ein wenig systematischem Herumprobieren in der Online-Reiseauskunft klar, dass besonders günstige Preise &#8211; wenn überhaupt &#8211; fast nur für &#8220;unbeliebtere&#8221; Bahnverbindungen oder Fahrten zu ungewöhnlichen Uhrzeiten (wie z. B. spät am Abend) zu bekommen sind. Natürlich soll damit nur die Auslastung der hierbei eingesetzten Züge erhöht werden. Denn selbst ein verkauftes Ticket zum Preis von 1 Cent würde &#8211; zumindest theoretisch &#8211; den wirtschaftlichen &#8220;Verlust&#8221; durch leere Plätze im Zug verringern sich somit für die Bahn rentieren.</p>
<p>Einen nicht wirklich kundenfreundlichen Auswuchs des Sparpreis-Regelwerks durfte ich heute kennenlernen und geriet dadurch in eine langwierige Diskussion mit einer Service-Mitarbeiterin der Bahn. Mein Hin-und-Rückfahrschein enthielt Zugbindungen an diverse ICE-Züge. Ich wollte die Rückfahrt früher als vorgesehen antreten. Aufgrund eines auf den Tickets aufgedruckten Hinweises war ich immer davon ausgegangen, dass die  Nutzung von Nahverkehrszügen auf der eingetragenen Strecke grundsätzlich auch unabhängig von der Zugbindung möglich wäre. Doch tatsächlich gilt dies offenbar nur, wenn eine Teilstrecke auf dem Fahrschein explizit mit &#8220;NV&#8221; (=Nahverkehr) angegeben ist.</p>
<p>Noch verwirrender waren die Informationen, die ich von besagter Service-Mitarbeiterin erhielt. Danach müsste lediglich <em>eine</em> Teilstrecke der Bahnverbindung mit dem auf dem Sparpreis-Ticket angegeben Zug zurückgelegt werden, damit dieses für die Gesamtstrecke gültig sei. Doch wie soll ein Zugbegleiter nachvollziehen können, wenn ich beispielsweise die ersten beiden von drei Teilstrecken mit Nahverkehrszügen zurücklege und für die letzte Teilstrecke ein zusätzliches Ticket kaufe? Exakt dieses Szenario stellte ich der Dame am Service-Schalter dar, doch sie schien es nicht verstehen zu wollen und sagte immer nur, der entsprechende Kollege werde &#8220;das dann schon sehen&#8221;. Doch wie, bleibt wohl das Geheimnis der Deutschen Bahn.</p>
<p>Ein anderer Mitarbeiter im Reisezentrum des Bahnhofs, an das ich mangels Kompetenz des Service-Points verwiesen wurde, ging mein Anliegen etwas pragmatischer an, indem er eifrig etwas in die Tastatur seines Computers hackte. Das Ergebnis davon war, dass er mir anschließend mit süffisantem Grinsen mitteilte, mein Ticket könne für eine Gebühr in Höhe von 25 Euro so geändert werden, dass seine Zugbindung aufgehoben wäre und ich somit die Fahrt schon früher antreten könnte. Eine Nutzung jeglicher anderer Züge als die auf dem Fahrschein angegebenen (auch im Nahverkehr) sei grundsätzlich nicht möglich.</p>
<p>Damit wären wohl alle Klarheiten beseitigt, und es wird mal wieder klar: Die Deutsche Bahn setzt mit ihrer Preispolitik nach wie vor ganz bewusst auf Intransparenz und zum Teil nicht nachvollziehbare Konditionen, um die Kunden letzlich zur Zahlung höherer Preise zu bewegen als sie eigentlich zahlen wollten. <strong>Oder ganz kurz und plakativ gesagt: Abzocke!</strong></p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/09/deutsche-bahn-die-sparpreis-falle/">Deutsche Bahn: Die Sparpreis-Falle</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Facebook-Neuigkeiten-Chaos (und wie man Ordnung hinein bringt)</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 18:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[freunde]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Zu dem Thema haben sich schon etliche Blogger ausgelassen, wie ich vorhin bei einer kurzen Recherche feststellen durfte. Aber ich möchte trotzdem mal meinen Senf dazu geben, und vielleicht ist der ja für den einen oder anderen sogar hilfreich. Facebook-Freunde Wer Facebook regelmäßig nutzt, fühlt sich früher oder später mit einer ziemlich heterogenen und unübersichtlichen [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/07/das-facebook-neuigkeiten-chaos-und-wie-man-ordnung-hinein-bringt/">Das Facebook-Neuigkeiten-Chaos (und wie man Ordnung hinein bringt)</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu dem Thema haben sich schon etliche Blogger ausgelassen, wie ich vorhin bei einer kurzen Recherche feststellen durfte. Aber ich möchte trotzdem mal meinen Senf dazu geben, und vielleicht ist der ja für den einen oder anderen sogar hilfreich.</p>
<p><strong><span id="more-93"></span>Facebook-Freunde</strong></p>
<p>Wer Facebook regelmäßig nutzt, fühlt sich früher oder später mit einer ziemlich heterogenen und unübersichtlichen Menge von &#8220;Freunden&#8221; konfrontiert. Darunter finden sich echte Freunde, Familienmitglieder, Arbeitskollegen (auch Ex-Arbeitskollegen), Menschen die man irgendwann mal irgendwo  kennengelernt hat, und unter Umständen auch Personen mit denen man noch niemals persönlichen Kontakt hatte (oder die sogar real gar nicht existieren).</p>
<p>Nicht jeder aus dieser Gesamtmenge hat für mich den gleichen Stellenwert. Manche dürfen alles über mich wissen und interessieren mich sehr, anderen möchte ich nicht jedes Detail offenbaren bzw. sie gehen mir mehr oder weniger am Arsch vorbei, und ich habe sie nur geaddet weil sie für mich irgend einen Zweck erfüllen (und sei es nur der, eine hohe Anzahl von &#8220;Freunden&#8221; vorweisen zu können).</p>
<p>Dass es in Facebook die Möglichkeit gibt Freunde in Listen zu organisieren, muss ich hoffentlich niemandem mehr erklären. Hierdurch lässt sich schon mal ein etwas besserer Überblick gewinnen, gerade wenn die Anzahl dreistellig geworden ist. Und das Gute ist: Man kann eigene Inhalte nicht nur vor einzelnen Personen sondern auch vor bestimmten Listen verbergen!</p>
<p>In den Privatsphäre-Einstellungen (unter &#8220;Benutzerdefinierte Einstellungen&#8221;) wählt man für den entsprechenden Inhaltstyp (also z. B. &#8220;Beiträge von mir&#8221;) &#8220;Benutzerdefiniert&#8221; aus, und es öffnet sich ein Fenster, in dem man bei &#8220;Das vor folgenden Personen verbergen&#8221; auch die Namen seiner Listen eingeben kann. So kann man ganz einfach dafür sorgen dass persönliche Infos bestimmte Personengruppen nicht erreichen.</p>
<p><a href="http://motzorama.de/wp-content/uploads/2011/07/fb-privacy_01.png"><img class="alignnone size-full wp-image-94" title="Facebook Privatsphäre" src="http://motzorama.de/wp-content/uploads/2011/07/fb-privacy_01.png" alt="" width="533" height="276" /></a></p>
<p>Das funktioniert auf die gleiche Weise beim Erstellen neuer Beiträge bzw. beim Teilen von Inhalten. Über einen Klick auf das Vorhängeschloss-Symbol kann man ebenfalls &#8220;Benutzerdefiniert&#8221; auswählen und bestimmte Personen oder Listen ausschließen.</p>
<p>Noch ein klitzekleiner Seitenhieb: Beim Facebook-Konkurrenten <a href="https://plus.google.com" rel="nofollow" target="_blank">Google+</a> ist all das von Beginn an vorgesehen und deutlich intuitiver gestaltet. <img src='http://motzorama.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Neuigkeiten</strong></p>
<p>Die Neuigkeiten-Seite, die nach dem Einloggen in Facebook erscheint, bietet ein buntes Sammelsurium an Beiträgen von Freunden, von Seiten die mir gefallen und von Anwendungen die ich verwende. Je größer die Anzahl von all dem geworden ist, umso unübersichtlicher und chaotischer wird diese Seite natürlich. Und auch hier gilt: Nicht alles was sich dort findet ist mir gleich wichtig! Dass ein guter Freund die Grippe hat interessiert mich z. B. wesentlich mehr als dass eine flüchtige Bekannte gerade Sushi kaut oder dass es bei CityVille neue Gegenstände im Baumenü gibt.</p>
<p>Viel zu leicht passiert es, dass Dinge im Neuigkeiten-Chaos untergehen und man wichtige Infos übersieht. Um das zu vermeiden, muss man die Spreu vom Weizen trennen und dafür sorgen dass Uninteressantes automatisch aussortiert wird. Facebook bietet ja die Möglichkeit, einzelne Beiträge auszublenden oder aber generell alle Beiträge von bestimmten Personen, Seiten oder Anwendungen. Doch das bringt einen auch nicht unbedingt ans Ziel.</p>
<p>Heute sah ich mich mit dem Problem konfrontiert, dass ich einige &#8220;Freunde&#8221; geaddet hatte, die ich ausschließlich als Mitspieler in CityVille benötige. Sonstige Inhalte dieser Personen interessieren mich nicht, da ich sie überhaupt nicht persönlich kenne. Einfach alle ihre Beiträge mit oben genannter Einstellung zu blockieren, würde leider dazu führen dass ich auch für das Spiel relevante Infos nicht mehr sehen könnte. Also musste eine Lösung her, die uninteressanten Inhalte mir unbekannter Personen aus den Neuigkeiten zu verbannen, aber trotzdem mit Infos versorgt zu bleiben, die sich auf das Spiel (also eine Anwendung) beziehen.</p>
<p>Der Weg führte wiederum über eine neue Liste. In diese packte ich einfach nur die Leute und Seiten, deren Beiträge mich interessieren. Das kann bei mehreren hundert davon eine Weile dauern, aber wenn neue dazu kommen, kann man sie ja sofort zur Liste hinzufügen&#8230; oder eben nicht. Der eigentliche Trick ist nun, sich auf der Neuigkeiten-Seite nur noch die Beiträge aus dieser Liste anzeigen zu lassen. Das macht man mit einem Klick auf &#8220;Neueste Meldungen&#8221;, worauf ein Dropdown ausklappt, in dem man die entsprechende Liste auswählt. Und voilà &#8211; schon sieht man nur noch Dinge, die einen interessieren! Leider lässt sich diese Einstellung offenbar nich als Standard festlegen, und man muss diesen kurzen Vorgang bei jedem neuen Aufruf der Seite wiederholen. Die Beiträge aus Spielen (auch von Personen, die sich nicht in der Liste befinden) finden sich nach wie vor unter &#8220;Spieleanfragen&#8221; in der linken Menüleiste.</p>
<p>Ich bin wirklich froh, durch ein wenig Herumprobieren wieder Ordnung in meine Facebook-Neuigkeiten gebracht zu haben! <img src='http://motzorama.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/07/das-facebook-neuigkeiten-chaos-und-wie-man-ordnung-hinein-bringt/">Das Facebook-Neuigkeiten-Chaos (und wie man Ordnung hinein bringt)</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Cremige Eiscreme</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 19:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[cremig]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Der Wandel der Zeit macht sich tatsächlich überall bemerkbar &#8211; auch bei den Essgewohnheiten bzw. genau genommen eher beim Lebensmittelangebot. Und gerade Speiseeis hat sich über die Jahre und Jahrzehnte enorm verändert. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das außer mir niemandem aufgefallen ist! Zumindest die Preisexplosion für Eiskugeln im Straßenverkauf dürfte [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/06/cremige-eiscreme/">Cremige Eiscreme</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wandel der Zeit macht sich tatsächlich überall bemerkbar &#8211; auch bei den Essgewohnheiten bzw. genau genommen eher beim Lebensmittelangebot. Und gerade Speiseeis hat sich über die Jahre und Jahrzehnte enorm verändert. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das außer mir niemandem aufgefallen ist!</p>
<p><span id="more-89"></span>Zumindest die Preisexplosion für Eiskugeln im Straßenverkauf dürfte ja wohl niemandem entgangen sein. Konnte man vor 10 Jahren noch für 50 Pfennig pro Kugel sein Eis genießen, ist man heute vielerorts mit 70 Cent dabei. Der Preis hat sich seitdem also beinahe verdreifacht! Aber viel merkwürdiger als die Preisentwicklung finde ich die Veränderung beim Eis an sich. Schon rein optisch wirkt es in den Auslagen der Eisdielen völlig anders als noch vor ein paar Jahren. Während früher einfach nur verschiedenfarbige Sorten von Speiseeis in den Fächern zu sehen waren, erblickt man dort heute kunstvoll verzierte Türmchen mit Früchten, Streuseln, Sirup und was den &#8220;Künstlern&#8221; sonst noch in die Finger geraten ist. Dass die Eiscreme dadurch besser schmeckt, wage ich zu bezweifeln. Und auch über die Zutaten und deren Qualität sagt die Art der Präsentation nichts aus. <strong>Selbst ein gefrorener Haufen Scheiße ließe sich wohl so modifizieren, dass er appetitlich aussieht.</strong></p>
<p>Im Prinzip hat sich der American Way bei uns durchgesetzt. In den USA versteht man sich nun mal sehr gut darauf, Scheiße für Gold zu verkaufen. So lange der optische Eindruck stimmt, ist alles was sich dahinter verbirgt erstmal egal. Das wirkt sich sogar auf das verwendete Vokabular aus. Bei meinem letzten USA-Besuch musste ich feststellen, dass dort nicht mehr Ice Cream verkauft wird sondern <em>Gelato</em>. Wer würde denn heute noch einfach nur ein Eis essen, wenn er statt dessen ein Gelato haben kann? Und wer wäre nicht bereit, dafür sogar etwas mehr Geld hinzulegen als für etwas, das sich bloß Eiscreme nennt? Auch wenn es im Grunde das gleiche ist, egal wie man es betitelt!</p>
<p>Doch nicht nur in den Eisdielen hat es einen Wandel gegeben, sondern auch in den Supermärkten! Das von früher bekannte feste, kompakte Speiseeis, das man nur mit einem angewärmten Löffel oder Dosierer in mundgerechte Einheiten portionieren konnte, ist heute kaum noch zu bekommen. Statt dessen erhält man eine luftig-cremige (oft fast schleimige) Masse, die nicht selten kunstvoll aufgetürmt und mit Streifen, Wellen oder ähnlichem durchzogen ist, und in der selbst ein kalter Löffel schon beinahe versinkt, wenn man ihn bloß darauf legt. Ganz ehrlich &#8211; ich finde das eklig! Wer Sahne mag ist herzlich eingeladen, sich beliebig viel davon auf seine Eiscreme zu packen. Aber wer kam auf die glorreiche Idee, diese Mengen an geschlagener Sahne schon in das Speiseeis mit einzubauen?! Dessen Hersteller würden &#8211; wie üblich &#8211; höchstwahrscheinlich mit einem sich ändernden Geschmack der Konsumenten argumentieren, wenn man sie auf das Thema anspräche. <strong>Doch wer kann beweisen, dass sich die Vorlieben aller Eisesser in den letzten Jahren wirklich verändert haben? Ich bin der lebende Gegenbeweis!</strong></p>
<p>Gibt es sonst niemanden, der sich das gute alte kompakte Standard-Vanilleeis ohne Bourbon, ohne Streifen und ohne besondere Fluffigkeit zurück wünscht? Oder bin ich der einzige Eiscreme-Nostalgiker und muss komplett auf Wassereis und Magnum &amp; Co umsatteln, um weiterhin etwas genießen zu können, das nicht von der Lebensmittelindustrie oder von den Amerikanern verschlimmbessert wird?</p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/06/cremige-eiscreme/">Cremige Eiscreme</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pillen statt reden &#8211; unser Gesundheitssystem</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 15:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft/Politik]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Werfen wir mal einen Blick auf unser Gesundheitssystem, mit dem jeder Bundesbürger früher oder später, häufiger oder seltener in Kontakt kommt. Die Berührungspunkte sind vielfältig &#8211; von der einfachen Krankschreibung wegen grippaler Infekte bis hin zu chronischen Leiden oder stationären Behandlungen nach Unfällen ist alles dabei! Und auch bei der Linderung von Symptomen oder der [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/05/pillen-statt-reden-unser-gesundheitssystem/">Pillen statt reden &#8211; unser Gesundheitssystem</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werfen wir mal einen Blick auf unser Gesundheitssystem, mit dem jeder Bundesbürger früher oder später, häufiger oder seltener in Kontakt kommt. Die Berührungspunkte sind vielfältig &#8211; von der einfachen Krankschreibung wegen grippaler Infekte bis hin zu chronischen Leiden oder stationären Behandlungen nach Unfällen ist alles dabei! Und auch bei der Linderung von Symptomen oder der Bekämpfung von Ursachen gibt es verschiedene Methoden und Herangehensweisen.</p>
<p><span id="more-80"></span>Ein Otto-Normalbürger, der nur unregelmäßig zum Arzt geht, wenn er sich irgend eine Infektion zugezogen hat, ist mit Standard-Diagnosen und ein bis zwei Medikamenten in aller Regel leicht zufrieden zu stellen. Interessant wird es, wenn es um Dauerbehandlungen geht, insbesondere wenn die Auslöser eines Leidens nicht organischer Natur sind. <strong>Symptome </strong>lassen sich im Grunde immer mit pharmazeutischen Mitteln bekämpfen, doch bei chronischen Erkrankungen ist eine echte und nachhaltige Heilung &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur möglich, wenn bei den <strong>Ursachen </strong>angesetzt wird.</p>
<p>Und damit betreten wir das spannende Feld der operativen Eingriffe und der Therapien! Denn sie sind die Methoden, die zum Einsatz kommen, wenn es nicht um Linderung sondern um Heilung geht. Und genau hier treten die Defizite unseres Gesundheitssystems ganz besonders in Erscheinung. Vor allem wird deutlich, wie sehr es von den Pharmaherstellern beherrscht wird! Ärzte, Kliniken, Apotheken und Krankenversicherungen können ihren Status nur halten, so lange ihnen die Gunst der Pharmakonzerne gewiss ist. Und wie kommt man in diese Gunst? Indem man sich zum einen von den Konzernen vorschreiben lässt, welche Präparate man Patienten verschreibt oder verkauft, und zum anderen generell die Umsätze bei den Konzernen antreibt.</p>
<p>Doch was ist mit nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden? In vielen Fällen sind diese wesentlich effektiver, weil sie &#8211; wie eben beschrieben &#8211; im Gegensatz zu vielen Pharma-Präparaten eine tatsächliche Heilung bewirken können. Doch logischerweise werden sie nur ungern verschrieben, angewandt oder durch Versicherer und Kassen getragen, da sie den Pharmaherstellern keine Umsätze bescheren. Bevor ein Eingriff oder eine nicht-medikamentöse Maßnahme empfohlen wird, werden zunächst einmal sämtliche Möglichkeiten der Behandlung mit Pharma-Präparaten ausgelotet.</p>
<p>Die erschreckendsten Ausmaße nimmt diese Tatsache bei psychischen Erkrankungen an. Natürlich lassen auch diese sich mit Medikamenten behandeln, doch sie werden sich niemals damit <strong>heilen </strong>lassen! Denn hierzu sind Psychotherapien nötig, die in erster Linie auf Analysen und Gesprächen basieren. Ohne Frage ist in schweren Fällen wie echten Psychosen eine Unterstützung durch Medikamente nötig, damit eine Therapie überhaupt Wirkung zeigen kann. Doch nichtsdestotrotz ist unabhängig von der Schwere der Erkrankung oder Störung eine <strong>Heilung </strong>nur mit Hilfe von Gesprächen möglich!</p>
<p>Mit Entsetzen hörte ich den Schilderungen eines Freundes zu, der sich aufgrund einer generalisierten Angststörung in einer psychiatrischen Tagesklinik angemeldet hatte, die immerhin Teil eines renommierten Universitätsklinikums ist. Praktisch schon bei der Begrüßung werden den Patienten dort Medikamente zur &#8220;Unterstützung&#8221; der anderen Maßnahmen empfohlen. Jene beschränken sich jedoch größtenteils auf Gelegenheiten zur Beschäftigung in der Gruppe in verschiedenen Kontexten (wie z. B. &#8220;Walking&#8221;). Eine echte Geprächstherapie wird mangels Personal nur in minimalem Ausmaß angeboten. Wer sich weigert, die angebotenen Präparate einzunehmen, dem wird mitgeteilt man könne auf anderem Weg nichts für ihn tun.</p>
<p>Mir zeigt dieser real existierende Zustand, wie wenig unser Gesundheitssystem auf Menschen bzw. Patienten und deren Heilung ausgerichtet ist als viel mehr auf die Unterstützung der Pharmaindustrie. Bei chronischen Erkrankungen werden lediglich die Symptome angegangen, und das selbst dann, wenn hierzu eine dauerhafte oder gar lebenslange Einnahme von Medikamenten nötig ist (worüber sich die Pharmakonzerne natürlich ganz besonders freuen). Kurz: <strong>Die Patienten werden ruhig gestellt und bewusst in die Abhängigkeit getrieben!</strong></p>
<p>Ich würde mich im Gesundheitswesen gerne mal wieder als Mensch behandelt fühlen und nicht als Konsument.</p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/05/pillen-statt-reden-unser-gesundheitssystem/">Pillen statt reden &#8211; unser Gesundheitssystem</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Handy vs. Kleinkind</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 10:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>birgit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Neulich im Bus, anderer Ort, vertraute Szene. Tür öffnet, Mutter mit Kleinkind steigt ein. Der Kleine zieht Mama hinter sich her, krabbelt auf einen Fenstersitz, strahlt. Toll! Bus fahren mit Mama! Mama mit leicht genervtem Gesichtsausdruck und Handy am Ohr findet das wohl nicht so prickelnd. Alltag halt&#8230; Stress! Bus fährt los, der Kleine schaut [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/05/handy-vs-kleinkind/">Handy vs. Kleinkind</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich im Bus, anderer Ort, vertraute Szene. Tür öffnet, Mutter mit Kleinkind steigt ein. Der Kleine zieht Mama hinter sich her, krabbelt auf einen Fenstersitz, strahlt. Toll! Bus fahren mit Mama! Mama mit leicht genervtem Gesichtsausdruck und Handy am Ohr findet das wohl nicht so prickelnd. Alltag halt&#8230; <em>Stress</em>!<br />
<span id="more-73"></span>Bus fährt los, der Kleine schaut aus dem Fenster, entdeckt alles Mögliche, teilt seine Eindrücke lautstark und freudestrahlend der Mama mit. &#8220;Guck mal, da…und da und da…&#8221; Mama reagiert nicht. Kein Wort, kein Blickkontakt, quasselt ins Handy.<br />
&#8220;Irgendwie muss ich Mama doch aufmerksam machen&#8221;, denkt der Knirps und bittet (freundlich!) um einen Apfel aus Mamas Rucksack. Wohlgemerkt: ein APFEL, kein Schokoriegel! Mama reagiert nicht. Kein Wort, kein Blickkontakt. Geduldig wiederholt der Kleine seine Bitte um den Apfel. Das Busgeräusch übertönt Mutters leises Gequassel, inzwischen hoffe ich inständig, dass es sich um einen dringenden Notfall handelt und am anderen Ende der Leitung der Steuerberater, Zahnarzt, Gerichtsvollzieher, Notarzt o.dgl. versucht, Mamas Leben zu retten. Und nicht etwa um die Freundin, der man unbedingt mitteilen muss, was ER oder SIE gesagt, gedacht oder getan hat. Der Kleine ist inzwischen wesentlich ruhiger geworden, schaut abwechselnd aus dem Fenster und zur Mama. Ein letzter Versuch: &#8220;Mama, kann ich meinen Apfel haben…biiitteee?&#8221; Stille. Inzwischen habe ich Blickkontakt zu dem Jungen aufgenommen. Wir machen Faxen, Grimassen, das Kind freut sich. Dann muss ich aussteigen. Ein letztes Mal Winkewinke, Mama hat von alldem nichts mitbekommen. Theoretisch hätte ich ihren Nachwuchs anlocken und entführen können, ohne dass sie es bemerkte. Aber WIE hätte sie wohl reagiert, wenn ich ihr Handy geklaut hätte?</p>
<p>Gleiche Szene, anderer Ort: ich sitze vor einem Eiscafe in der belebten Fußgängerzone. Panoramablick. Gegenüber steht eine Mami in der wogenden Menschenmenge. Mit Buggy, Handy am Ohr. Ein ca. dreijähriges Lockenköpfchen hüpft um sie herum. SO viele Eindrücke, alles so bunt hier und hochinteressant! Das muss ein kleiner Kerl wie er doch erst einmal alles verarbeiten. Und am besten gleich der Mama mitteilen. Die zeigt sich absolut desinteressiert, telefoniert mit Steuerberater, Finanzamt, Gerichtsvollzieher, Notarzt o, dgl. Jedenfalls ist es WICHTIG! Wichtiger als das kleine Energiebündel an ihrer Seite. Und das greift mit Nachruck nach Mamis Hand, findet aber keine. Eine Mamihand umklammert den Griff vom Buggy, die andere das Handy. Mehr Hände gibt’s nicht, Pech gehabt.<br />
Oh toll, Straßenmusik! Ein kleines Zeigefingerchen deutet in die Richtung, Mami schaut gar nicht hin. Uninteressant. Also macht sich Lockenköpfchen selbstständig, läuft los, immer weiter in Richtung Abenteuer. Und verschwindet in der Menge. Ich sitze vor meinem Cappuccino, behalte den Kleinen im Blickfeld und richte mich schon darauf ein, ein verzweifeltes Kind zu seiner Mutter zurückzuführen. Doch erst einmal steht Lockenköpfchen begeistert vor der musikalischen Folklore, Mami einen geschätzten Kilometer weit entfernt. Zwischen ihr und dem Sprössling Dutzende fremder Menschen. Und sie bemerkt es nicht einmal! Nun möge sich der Leser beruhigt zurücklehnen. Nein, ich habe keine lebensrettenden Maßnahmen ergreifen müssen. Lockenköpfchen besitzt in seinem zarten Alter genau das, was Mami fehlt: Zuverlässigkeit und Pflichtgefühl. Irgendwann macht er sich ganz souverän den Weg, kämpft sich tapfer durch die Menschenmenge und landet da, wo er hergekommen ist: bei Mami. Und die&#8230; telefoniert noch immer. Nicht mal geheult hat er, der Kleine, aber Mami&#8230; die ist doch einfach zum Heulen, oder?</p>
<p>An alle weiblichen Handy-Junkies mit Kinderwunsch:<br />
Guter Tipp: Anstelle von Familienplanung lieber einen neuen Handyvertrag abschließen! Macht viel weniger Stress. Kein Windelwechseln, kein nerviges Kindergeplapper, stattdessen Klingeltöne zur freien Auswahl! Oder eben Prepaid: statt Babybrei mit Sim-Karte füttern. Und bei Familienzuwachsbedarf ein zweites, drittes Handy zulegen. Und was spricht dagegen, den Lieblingen Namen zu geben? Vodafonia, Nokia-Alice fürs Mädchen, Jan-Fonic, So(h)ny-Ericsson für den Jungen. Ist doch viel praktischer! So ein Handy passt in jede Handtasche, der Nachwuchs NICHT!</p>
<p>Neulich – wieder im Bus:<br />
Mutti unterwegs mit kleiner Tochter. Das Handy klingelt. Mutti: &#8220;Ach du, ich bin gerade mit Marie unterwegs in die Stadt. Sie fährt doch so gerne Bus. Kann ich dich heute Abend zurückrufen?&#8221; Na bitte, geht doch! Es gibt Hoffnung&#8230;..</p>
<p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/05/handy-vs-kleinkind/">Handy vs. Kleinkind</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der McDonalds-Zwang</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 20:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>niko</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Während vieler Aufenthalte in verschiedenen Städten dieser Welt machte ich eine gewisse Erfahrung immer wieder: An fremden Orten sucht man bei Hunger immer nach dem großen gelben M! Jedes mal ärgerte ich mich darüber, da etliche Versuche, alternative Essmöglichkeiten zu finden, vielerorts schlichtweg scheiterten und ich letztlich doch wieder bei der weltweit bekanntesten Fast-Food-Kette landete. [...]</p><p><br &/><a href="http://motzorama.de/2011/05/der-mcdonalds-zwang/">Der McDonalds-Zwang</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während vieler Aufenthalte in verschiedenen Städten dieser Welt machte ich eine gewisse Erfahrung immer wieder: An fremden Orten sucht man bei Hunger immer nach dem großen gelben M! Jedes mal ärgerte ich mich darüber, da etliche Versuche, alternative Essmöglichkeiten zu finden, vielerorts schlichtweg scheiterten und ich letztlich doch wieder bei der weltweit bekanntesten Fast-Food-Kette landete.</p>
<p><span id="more-69"></span>Wohlgemerkt: Dieser Effekt tritt hauptsächlich in größeren Städten auf. Kleine Ortschaften weisen schließlich in vielen Fällen gar keine McDonalds-Filiale auf &#8211; zumindest nicht im Ortskern. Doch ansonsten scheint man tatsächlich überall auf diesem Planeten fündig zu werden.</p>
<p>Mit dem gelben Logo verbindet jeder, der schon einmal in einem Restaurant der Kette gegessen hat, etwas Vertrautes. Ich glaube beinahe, dass man den typischen Geschmack der dort angebotenen Produkte nie vergessen kann. Und selbst wenn man kein großer Fan von Big Mac und Konsorten ist, findet man die McDonalds-Speisen in aller Regel zumindest akzeptabel, und es ist irgendetwas dabei, das man &#8220;zur Not&#8221; essen würde. Und ich glaube, genau diese seltsame Vertrautheit ist der wichtigste Faktor, der dazu führt dass an fremden Orten so häufig McDonalds den Laden der Wahl darstellt, wenn es um die Stillung von Hunger geht. Denn warum sollte man etwas riskieren, das man nicht kennt? Je &#8220;exotischer&#8221; ein Ort für mich ist, umso fremder muten auch die dort angebotenen Speisen an. Einzig die weltweit operierenden Fast-Food-Ketten bieten im unbekannten Gewimmel eine Art sicheren Hafen, in dem man sich zumindest ein wenig unter seines Gleichen fühlt. Und wenn auch die einzige Gemeinsamkeit in diesem Moment das Verspeisen von gebratenem oder gegrilltem Fleisch in weichen Brötchen ist. Egal &#8211; das sichere Gefühl und der vertraute Geschmack sind die Dinge, die zählen!</p>
<p>Zudem hat McDonalds es als einzige Restaurantkette geschafft, weltweit praktisch in jeder halbwegs zivilisierten Stadt vertreten zu sein, im Fall der größeren sogar x-fach, und das meist an prominenten Locations. Es mag heute etwas einfacher sein als noch vor ein paar Jahren, an einem fremden Ort gezielt ein bestimmtes Restaurant oder eine Filiale einer alternativen Kette zu finden (da jedes bessere Handy mittlerweile eine Navi-Funktion besitzt), doch das große gelbe M findet man erstaunlicherweise allerorts fast immer ohne technische Hilfsmittel&#8230; selbst wenn man gar nicht gezielt danach gesucht hat. Und da die wenigsten Menschen Lust haben bzw. sich die Zeit nehmen möchten (insbesondere wenn der Hunger stark ist) für ihre nächste Mahlzeit einen anderen Anbieter zu suchen, ist McDonalds in der Tat oft am nahe liegendsten!</p>
<p>Weltweit betrachtet steht McDonalds für ein ähnliches Phänomen wie Aldi in Deutschland: Angeblich geht niemand hin (sprich: die Ladengeschäfte dürften eigentlich keine Kundschaft haben), und doch florieren die Ketten nicht nur, sondern sind sogar Marktführer! Schon merkwürdig, oder? Während bei Aldi lange Zeit die unschlagbar günstigen Preise maßgeblich waren, dürften es beim Fast-Food-Riesen die konsequent einheitliche und gleich bleibende Bedienung der Geschmacksgewohnheiten und die fast universelle Präsenz sein.</p>
<p>Auch wenn ich oft genug wünschte, an einem mir bislang unbekannten Ort meinem Körper etwas anderes als McDonalds-Fraß zuführen zu können, bin ich andererseits doch froh zumindest etwas Vertrautes gefunden zu haben. Und Fast-Food ist am Ende doch immer noch besser als gar nichts zu essen!</p>
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